Employer Branding: Top-Talente gewinnen und binden durch Branding

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Von Nine Blaess | 3:55 min

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    Auf einem Arbeitsmarkt, auf dem Spitzenkräfte rar sind, unterschätzen Unternehmen oft die Rolle des Employer Brandings. Dies kann allerdings seinen Preis haben, denn selbst unter den zufriedensten Arbeitnehmern bleiben 58 % offen für neue Stellenangebote.

    Lass uns klären, was Employer Branding bedeutet, warum es so wichtig ist und wie man eine Marke entwickelt, die bei den richtigen Kandidaten auf Resonanz stößt. Außerdem werden wir untersuchen, wie du durch die Einbindung von Branding in deine Unternehmenskultur eine besondere Erfahrung für deine Mitarbeiter schaffen kannst.

    Was ist Employer Branding?

    Die Arbeitgebermarke, auch als Employer Brand bezeichnet, beschreibt, wie Menschen dein Unternehmen als Arbeitgeber wahrnehmen.

    Employer Branding beinhaltet die aktive Gestaltung und Stärkung dieses Images. Dabei geht es nicht nur um deine Produkte oder visuelle Identität, sondern—noch wichtiger—um Kultur, Werte und die gesamte Arbeitsumgebung.

    Kurz gesagt, eine starke Arbeitgebermarke kommuniziert, was dein Unternehmen zu einem herausragenden Arbeitsplatz macht.

    Warum Employer Branding so wichtig ist

    Employer Branding hat direkte Auswirkungen auf die finanzielle Leistung deines Unternehmens. Es reduziert die Einstellungskosten und die Mitarbeiterfluktuation, während es erstklassige Bewerber anzieht.

    Früher wurde Employer Branding oft mit Technologieunternehmen in Verbindung gebracht, aber die Zeiten haben sich geändert. Heute haben nicht nur Tech-Unternehmen Schwierigkeiten, Top-Talente anzuziehen, sondern vor allem Branchen wie das Gesundheitswesen, Bauwesen und Handwerk stehen vor solchen Herausforderungen.

    Ich denke, dass Employer Branding für Ausbildungsberufe wie Krankenpfleger, Klempner oder Tischler besonders wertvoll sein kann. Da immer mehr Menschen eine höhere Ausbildung anstreben und körperlich anstrengende Berufe weniger gut bezahlt werden, kann ich verstehen, warum diese Unternehmen Schwierigkeiten haben, Talente anzuziehen.

    Dazu kommt, dass sich unsere Einstellungen und Werte stetig verändern. Die Generation Z, zum Beispiel, sieht sich neuen Arbeitsplatzherausforderungen gegenüber und bevorzugt oft unabhängige Arbeitsvereinbarungen. Ein McKinsey-Bericht nennt fünf Hauptprobleme, die diese Generation bewältigen muss:

    • Ein feindseliges Arbeitsumfeld
    • Probleme mit der psychischen Gesundheit
    • Zugang zu Transport für den Weg zur und von der Arbeit
    • Körperliche Probleme
    • Unfähigkeit, sich bei der Arbeit voll einzubringen

    Unabhängig von ihrer Generation halten 69% der Arbeitnehmer es für äußerst wichtig, für ein Unternehmen zu arbeiten, dessen Marke sie stolz unterstützen können. Warum? Weil qualifizierte Arbeitskräfte heutzutage viele Optionen haben, insbesondere durch die Flexibilität von Remote-Arbeitsmöglichkeiten in einigen Berufen.

    Egal, ob du in der Technologiebranche oder in einem anderen Bereich tätig bist, eine starke Arbeitgebermarke hebt dein Unternehmen von der Konkurrenz ab und macht es attraktiver.

    Allerdings gibt es einen entscheidenden Punkt: Employer Branding geht über die bloße Schaffung eines Images hinaus; es erfordert, dass du deine Versprechen auch einhältst.

    Wie du eine starke Arbeitgebermarke aufbaust

    Nachdem wir nun geklärt haben, warum Employer Branding so wichtig ist, wollen wir uns ansehen, wie du eine überzeugende Arbeitgebermarke schaffen kannst, die bei deiner Zielgruppe gut ankommt:

    1. Identifiziere dein einzigartiges Wertversprechen für deine Mitarbeiter (EVP, oder Employer Value Proposition)

    Dein Wertversprechen für deine Mitarbeiter (Employee Value Proposition) ist deiner Markenstrategie sehr ähnlich. Es konzentriert sich jedoch speziell darauf, was die Mitarbeiter von der Arbeit in deinem Unternehmen haben.

    Im Wesentlichen beantwortet dein EVP die Frage: „Warum sollte jemand in diesem Unternehmen arbeiten wollen?“

    Dein EVP umfasst mehr als nur Gehalt und Sozialleistungen. Es beinhaltet Aspekte wie:

    • Unternehmenskultur und Werte
      • Werte des Unternehmens/der Marke
      • Arbeitsplatz-/Markenkultur
      • Leadership und Managementstil
    • Wachstum und Entwicklung
      • Möglichkeiten für persönliches und berufliches Wachstum
      • Möglichkeiten für den beruflichen Aufstieg
      • Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung
      • Moderne Technologie und Tools
    • Wellness und Sozialleistungen
      • Work-Life-Balance
      • Flexibilität und Möglichkeiten zur remote Arbeit
      • Gesundheits- und Wellness-Programme
      • Anerkennungen und Belohnungen
      • Ruhestandspläne
      • Aktienoptionen
      • Zusätzliche Leistungen für Mitarbeiter (Kinderbetreuung, Transport, …)
    • Gemeinschaft, Diversität und Inklusion
      • Engagement für die Förderung eines
      • integrativen Arbeitsplatzes
      • Initiativen zur Förderung der Vielfalt
      • Mitarbeiter-Ressourcengruppen und Affinitätsnetzwerke

    Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt ein Blick auf die Benefits-Seiten von Google oder IBM.

    2. Höre auf deine Mitarbeiter

    Das Feedback deiner Mitarbeiter ist von enormem Wert für die Gestaltung deiner Arbeitgebermarke. Führe Umfragen, Fokusgruppen oder informelle Gespräche durch, um herauszufinden, was den Mitarbeitern an der Arbeit in deinem Unternehmen gefällt oder nicht gefällt. Wenn du auf den Erfahrungen deiner Mitarbeiter aufbaust und sie kontinuierlich optimierst, wird deine Marke authentisch und glaubwürdig.

    3. Entwickele eine Employer Brand Story

    Ähnlich wie im Consumer Brand Storytelling kann Storytelling auch dazu beitragen, die Wahrnehmung deines Unternehmens als Arbeitgeber menschlicher und authentischer zu gestalten. Erzähle Geschichten über die Erfahrungen und Werte deiner Mitarbeiter sowie darüber, was die Arbeit in deinem Unternehmen so einzigartig macht.

    Weitere Informationen dazu findest du in diesem Artikel.

    3. Kommuniziere deine Arbeitgebermarke

    Gute Kommunikation ist das A und O für den Aufbau und die Kultivierung deiner Arbeitgebermarke. Genauso wie das Consumer Branding Kommunikation einsetzt, um eine Verbindung zu den Kunden aufzubauen, sollte dein Employer Branding bei potenziellen Mitarbeitern auf Interesse stoßen.

    So kannst du deine Arbeitgebermarke effektiv kommunizieren:

    • Stelle sicher, dass die visuelle und verbale Identität deines Unternehmens nahtlos mit deinem Mitarbeiter-Wertversprechen und deiner Kundenmarke übereinstimmt.
    • Pflege ein konsistentes Erscheinungsbild an allen Berührungspunkten—intern und extern. Ob auf der Website, in sozialen Medien, bei Stellenausschreibungen oder im Umgang mit Mitarbeitern, Einheitlichkeit stärkt Authentizität und Vertrauen.
    • Betone, was dein Unternehmen als attraktiven und einzigartigen Arbeitsplatz auszeichnet. Deine Branding-Bemühungen sollten wie ein Magnet wirken und Bewerber anziehen, die sich mit deiner Marke und deinen Werten identifizieren können.
    • Nutze eine Bandbreite von Kommunikationskanälen. Vermarkte deine Arbeitgebermarke dort, wo potenzielle Bewerber sind. Das kann deine Website, soziale Medien, Veranstaltungen, Stellenanzeigen, Karrieremessen und mehr umfassen.

    5. Integriere die Employer Brand in den Einstellungsprozess

    Integrieren deine Employer Brand in jede Phase des Einstellungsprozesses und hebe die Möglichkeiten für berufliche und persönliche Weiterentwicklung hervor.

    6. Ermutige deine Mitarbeiter, sich für die Marke einzusetzen

    Authentische Mitarbeiterempfehlungen sind äußerst wirkungsvoll. Ermutige deine bestehenden Mitarbeiter, ihre Erfolgsgeschichten zu teilen.

    7. Messe den Erfolg deiner Arbeitgebermarke

    Um die Wirksamkeit deiner Arbeitgebermarke zu messen, solltest du wichtige Indikatoren (Key Performance Indicators, KPIs) festlegen und überwachen. Verfolge Kriterien wie zum Beispiel die Qualität der Bewerber, Mitarbeiterbindung und das Feedback der Bewerber, um deine Employer Brand zu bewerten.

    Fazit

    Employer Branding ist auf dem Arbeitsmarkt von heute unerlässlich. Es geht darum, einen Arbeitsplatz zu schaffen, der sich abhebt. Nicht nur visuell, sondern durch seine gesamte Kultur.

    Um eine robuste Arbeitgebermarke aufzubauen, solltest du dich darauf konzentrieren, ein überzeugendes Wertversprechen für deine Mitarbeiter zu formulieren, ihnen zuzuhören, ihre authentischen Geschichten zu erzählen und effektiv zu kommunizieren, was dein Unternehmen zu einem großartigen Arbeitsplatz macht.

    Letztendlich ist deine Arbeitgebermarke ein Versprechen an deine Mitarbeiter und eine Investition in den zukünftigen Erfolg deines Unternehmens.

    Titelbild von Charlotte May

    Nine Blaess

    Nine Blaess

    Hallo, ich bin Nine. Ich verbinde Strategie und Design, um maßgeschneiderte Markenidentitäten und Websites zu gestalten, die die Einzigartigkeit jedes Unternehmens unterstreichen.

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