Gerade weil eine Marke so facettenreich ist, kann es schwierig sein, die eigene Marke und ihre Wirkung vollständig zu erfassen.
Dazu kommt, dass sich deine Marke ständig verändert. Der Markt entwickelt sich weiter, deine Zielgruppe verändert sich, deine Konkurrenz ebenso, und auch dein Unternehmen passt sich an. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig zu prüfen, ob deine Marke noch auf Kurs ist.
Viele Kleinunternehmer glauben, Marken-Audits seien nur etwas für große Konzerne mit hohen Marketingbudgets. Das ist ein Mythos. Eine Markenanalyse liefert Unternehmen jeder Größe und mit jedem Budget wertvolle Erkenntnisse. Es gibt keinen Ansatz, der für alle passt. Du entscheidest selbst, wie du vorgehst und wie tief du einsteigst.
Aus meiner Arbeit mit kleinen Unternehmen weiß ich, dass selbst ein schlankes Audit fast immer dasselbe zutage fördert: Es gibt kein richtiges System. Die meisten Gründer haben keine klare Vorstellung davon, was sie eigentlich sagen wollen, wem sie es sagen und warum es wichtig ist. Und das zeigt sich in einer uneinheitlichen Kommunikation.
Wenn dich das gerade etwas verwirrt, ist das ganz normal. Dieser Guide führt dich Schritt für Schritt durch einen Marken-Audit für kleine Unternehmen.
Mein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Branding und nicht auf dem Marketing. Wir schauen uns also weniger Leistungsdaten an und mehr die Identität und die Wahrnehmung deiner Marke.
Was ist ein Marken-Audit?
Ein Marken-Audit ist wie ein Gesundheitscheck für den Ruf deiner Marke. Es zeigt, was funktioniert, wo du dich verbessern kannst und welche nächsten Schritte deine Marke am besten stärken.
Ein gründlicher Audit deckt drei Bereiche ab: dein internes Branding (Mission, Werte und Kultur), dein externes Branding (visuelle Identität, Messaging und Brand Touchpoints) und die Customer Experience, also wie sich Menschen fühlen, wenn sie mit deiner Marke interagieren.
Dabei betrachtet es interne und externe Faktoren, zum Beispiel:
- Passt deine Markenidentität noch zu deinen Unternehmenszielen, deiner Mission und deinen Werten?
- Sprichst du die richtige Zielgruppe an und baust du eine echte Verbindung zu ihr auf?
- Hebt sich deine Marke von der Konkurrenz ab?
- Sind deine Markenelemente unverwechselbar und einprägsam?
- Bekommen potenzielle Kunden genug Informationen und Sicherheit, um eine überzeugte Kaufentscheidung zu treffen?
Warum solltest du einen Marken-Audit durchführen?
Wenn du regelmäßig nach deiner Marke schaust, bleibt sie relevant, einheitlich und wettbewerbsfähig.
Ein Marken-Audit hat viele Vorteile:
- Ausrichtung nach der Zielgruppe: Du erkennst, wo deine Marke bei deiner Zielgruppe vielleicht nicht ganz ankommt.
- Konsistenz: Du stellst sicher, dass deine Botschaften, deine Tonalität und deine Gestaltung an jedem Berührungspunkt einheitlich eingesetzt werden, von deiner Website bis zur Printanzeige.
- Markenpositionierung: Du bekommst Klarheit über die Stärken und Schwächen deiner Marke im Vergleich zur Konkurrenz und entdeckst Chancen, dich abzuheben.
- Relevanz: Du bleibst bei den neuesten Branchentrends auf dem Laufenden und bleibst trotzdem deinen Grundwerten und Überzeugungen treu.
Wie oft solltest du einen Marken-Audit machen?
Für die meisten kleinen Unternehmen ist ein Rhythmus von 2–3 Jahren ideal. Falls du jedoch noch nie einen Marken-Audit gemacht hast, solltest du mit einer umfassenden Analyse starten, um eine klare Basis zu schaffen.
Dazwischen reicht meist ein kurzer Check alle paar Monate: „Sind wir noch auf Kurs?“ Du leitest schließlich ein kleines Unternehmen und keinen Milliarden-Konzern.
Die 8 Schritte zum Marken-Audit
Ein Marken-Audit ist eine gute Gelegenheit, genauer hinzuschauen, was für deine Marke funktioniert und was Aufmerksamkeit braucht. Ich habe den Prozess in acht überschaubare Schritte aufgeteilt, damit du jeden Teil systematisch analysieren kannst.
Stell dir bei deiner Markenanalyse immer diese Fragen:
- Was ist schon da? Verschaff dir einen Überblick über die Markenelemente und Abläufe, die du bereits hast.
- Was funktioniert? Finde die Elemente, die schon gut funktionieren, und überleg, wie du sie verfeinern oder öfter einsetzen kannst.
- Was muss sich ändern? Entdecke Lücken oder Unstimmigkeiten, die du überarbeiten und oft vereinfachen solltest.
Schritt 1: Leg die Ziele deines Marken-Audits fest
Bevor du mit deinem Marken-Audit beginnst, nimm dir einen Moment Zeit, um festzulegen, was du dir davon erhoffst. So kannst du dich konzentrieren und das Beste aus der Analyse herausholen.
Hier sind ein paar strategische Beispiele:
- Deine einzigartige Persönlichkeit und deine Werte klarer in deiner Markenidentität ausdrücken
- Ein konsistentes Erscheinungsbild über alle Berührungspunkte hinweg schaffen
- Deine Marke enger an deiner Wunsch-Zielgruppe ausrichten
- Deine Marke deutlicher vom Wettbewerb abheben
- Deine Marke auf zukünftiges Wachstum vorbereiten
Schritt 2: Prüf das Fundament deiner Marke
Deine Mission, Vision und Werte bilden die Basis für eine starke, unverwechselbare Marke. Wenn diese Elemente nicht mit deiner Positionierung zusammenpassen, ist es Zeit für eine Generalüberholung.
Frag dich, ob all deine Handlungen und dein Auftreten—wie du Produkte entwickelst, den Kundenservice gestaltest oder die Teamkultur pflegst—konsequent deine Werte und Überzeugungen widerspiegeln.
In meiner Arbeit mit kleinen Unternehmen stellt das Markenfundament fast immer die schwächste Stelle dar. Die meisten Gründer konzentrieren sich auf die greifbaren Aspekte ihres Unternehmens—verständlich. Mission, Vision und Werte existieren oft nur als vages Gefühl statt als klare Definition. Ohne dieses Fundament ist allerdings alles, was darauf aufgebaut wird, wackelig.
Fragen, die du dir stellen solltest:
- Passen deine langfristigen Ziele zu deinen Markenwerten?
- Spiegeln sich deine Mission und deine Werte in all deinen Handlungen und Entscheidungen wider?
- Kommen deine Werte bei deiner Zielgruppe und deinem Team gut an?
- Hat sich deine Mission weiterentwickelt und wenn ja, spiegelt deine Marke diese Veränderung wider?
So prüfst du es:
- Überprüfe deine Mission und deine Werte, um sicherzustellen, dass sie noch relevant und inspirierend sind.
- Achte auf Unstimmigkeiten zwischen deinen Werten und deinen Taten. Wenn du zum Beispiel Nachhaltigkeit predigst, aber keine umweltfreundlichen Lieferketten nutzt, passt etwas nicht zusammen.
- Beziehe dein Team mit ein. Führe eine kurze Umfrage oder eine Diskussion durch, um herauszufinden, ob deine Mitarbeiter die Richtung deiner Marke verstehen und hinter ihr stehen. Ein Team, das nicht am gleichen Strang zieht, kann der Authentizität deiner Marke schaden
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Wenn du merkst, dass eine grundlegende Überarbeitung deines Fundaments nötig ist, kannst du hier mehr über meinen Markenstrategie-Prozess lesen. Erfahre, wie eine solche Strategie dir dabei hilft, von Grund auf eine bewusstere und stimmigere Marke aufzubauen.
Oder für einen umfassenderen Überblick, schau dir meinen Artikel zum Thema Branding für kleine Unternehmen an.
Schritt 3: Prüf die Ausrichtung auf deine Zielgruppe
Der eigentliche Zweck deiner Marke ist es, deiner Zielgruppe zu dienen. Wenn deine Marke deren Bedürfnisse wirklich anspricht, wird alles—von deiner Botschaft bis zu deinen Produkten—Anklang finden und für sie relevant erscheinen.
Mit der Zeit kann es jedoch passieren, dass sich die Menschen, die mit deiner Marke interagieren, von deiner idealen Zielgruppe entfernen. Dann stehst du vor der Wahl: Entweder du fokussierst dich voll und ganz auf diese neue Zielgruppe oder du findest Wege, um dich wieder mit deiner Kernzielgruppe zu verbinden.
Ein Marken-Audit hilft dir dabei, solche Verschiebungen zu erkennen und die besten nächsten Schritte zu entscheiden.
Fragen, die du dir stellen solltest:
- Wer interagiert mit deiner Marke oder kauft bei dir? Passen diese Personen zu deiner idealen Zielgruppe?
- Gibt es Lücken zwischen dem, was deine Marke liefert (Produkte, Messaging, Persönlichkeit, Preisgestaltung etc.) und dem, was deine Zielgruppe braucht und erwartet?
- Haben sich das Verhalten, die Vorlieben und die Herausforderungen deiner Zielgruppe im Laufe der Zeit verändert? Und hat sich deine Marke angepasst?
So prüfst du es:
- Nutze Google Analytics oder SEMrush, um demografische Daten und Informationen zum Verhalten deiner Zielgruppe zu sammeln
- Befrage deine Zielgruppe direkt über Google Forms, Tally oder Typeform, um Feedback zu ihren Bedürfnissen und Vorlieben zu erhalten
- Gehe deine Social-Media-Kommentare, Testimonials und Online-Rezensionen durch, um zu verstehen, wie die Menschen deine Marke tatsächlich wahrnehmen
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Vielleicht interessiert dich in diesem Zusammenhang auch mein Artikel darüber, warum es im Branding und Business wichtig ist, deine Zielgruppe genau zu kennen.
Schritt 4: Analysier deine Konkurrenz
Sobald du ermittelt hast, wie gut deine Marke auf deine Zielgruppe abgestimmt ist, ist es an der Zeit, einen Blick auf deine direkten und indirekten Wettbewerber zu werfen.
Das Ziel ist hier nicht, sie zu kopieren, sondern Einblicke in dein Wettbewerbsumfeld zu gewinnen und diese Informationen zu nutzen, um deine Marke zu differenzieren und zu verbessern.
Identifiziere Bereiche, in denen deine Konkurrenz stark ist und Bereiche, in denen sie Schwächen zeigt. Achte dabei besonders auf deren Markenidentität, Positionierung, Preisgestaltung und Kundenerfahrung.
Fragen, die du dir stellen solltest:
- Was unterscheidet deine Marke von deinen Wettbewerbern?
- In welchen Bereichen sind deine Wettbewerber besser als du und was kannst du von ihnen lernen?
- Welche Trends oder Technologien nutzen deine Wettbewerber, die auch deinem Unternehmen nützen könnten?
- Wie kannst du deine Marke im Vergleich zur Konkurrenz besser positionieren?
So prüfst du es:
- Vergleiche deine Stärken und Schwächen mit denen deiner Wettbewerber mithilfe einer SWOT-Analyse.
- Erstelle ein Benchmarking der Angebote, des Messagings, der Markenwerte und der Preise deiner Konkurrenz.
- Lies deren Kundenbewertungen, Testimonials und Social-Media-Kommentare, um zu verstehen, wie sie wahrgenommen werden.
- Analysiere die digitale Performance deiner Wettbewerber, zum Beispiel Keywords und Traffic-Quellen.
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Um dir dabei zu helfen, dich abzuheben, findest du in meinem Artikel über Markenpositionierung Beispiele und Inspirationen, um deinen eigenen, einzigartigen Vorsprung zu definieren. Oder erfahre hier alles zum Thema Markenpositionierung.
Schritt 5: Prüf deine Markenbotschaften
Deine Markenbotschaften, also was du sagst und wie du es sagst, sind ein weiterer entscheidender Teil deiner Marke. Sie vermitteln deinen Wert und das, was dich einzigartig macht.
Deine Botschaften zeigen sich überall, von den Texten auf deiner Website über Social-Media-Captions bis zum Text auf deiner Verpackung. Zusammen erzählen sie die Geschichte deiner Marke.
Wirksame Markenbotschaften:
- Sprechen die dringendsten Probleme deiner Kunden an
- Präsentieren deine Produkte oder Leistungen als Lösung
- Schaffen Vertrauen und geben Sicherheit.
In der Praxis haben die meisten kleinen Unternehmen überhaupt keine vordefinierten Markenbotschaften. Es gibt kein klares Narrativ und keinen konsistenten Tonfall. Texte werden geschrieben, wann immer sie gerade benötigt werden, von wem auch immer gerade Zeit hat—und das ohne wirkliches Briefing. Ein Marken-Audit zeigt Gründern oft erst, wie inkonsistent ihre Kommunikation bisher war.
Fragen, die du dir stellen solltest:
- Sind deine Kernbotschaften klar, überzeugend und auf dein Wertversprechen ausgerichtet?
- Resonieren deine Botschaften mit den emotionalen und funktionalen Bedürfnissen deiner Zielgruppe?
- Sind einige deiner Botschaften verwirrend, irrelevant oder abschreckend?
- Wie kannst du deine Markenbotschaften verfeinern?
So prüfst du es:
- Überprüfe die gesamte Markenkommunikation wie Website-Texte, Marketingmaterialien, Testimonials und andere kundenorientierte Inhalte.
- Identifiziere Lücken oder Inkonsistenzen in deinen Botschaften und hebe hervor, was deine Werte und Einzigartigkeit bereits klar kommuniziert.
- Befrage oder interviewe bestehende Kunden, um zu verstehen, wie sie deine Markenbotschaften wahrnehmen.
- Vergleiche deine Botschaften mit denen deiner Wettbewerber. Heben sie sich ab und kommunizieren sie deinen individuellen Wert?
- Suche nach allem, was unklar, übermäßig komplex oder generisch ist. Vereinfache und verfeinere es anschließend für mehr Klarheit und Wirkung
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Um tiefer in die Strategie hinter deinen Worten einzutauchen, schau dir meine Artikel darüber an, wie du deine Markenpersönlichkeit definierst und welche Psychologie hinter wirkungsvollen Markenbotschaften steckt.
Schritt 6: Bewerte deine Markenidentität
Deine Markenidentität ist die visuelle und sprachliche Darstellung deiner Marke. Dazu gehören Elemente wie dein Logo, deine Markenfarben und deine Tagline. Sie alle sorgen für Wiedererkennung und bilden die Grundlage für eine emotionale Verbindung zu deiner Zielgruppe.
Eine starke Markenidentität sollte:
- Deine Werte widerspiegeln
- Mit deiner Zielgruppe resonieren
- Sich vom Wettbewerb abheben
- Sofort wiedererkennbar sein
Um deine Markenidentität zu prüfen, liste alle deine Markenelemente auf—Logo, Schriften, Fotografie (ob eigene oder Stockfotos), Illustrationen, Markenstimme und so weiter.
Was funktioniert? Welche Elemente sind gut gestaltet, wiedererkennbar und auf allen Plattformen konsistent? Das sind deine stärksten Marken-Assets. Baue auf ihnen auf.
Meiner Erfahrung nach neigen kleine Unternehmen dazu, bei ihrer Markenidentität auf Nummer sicher zu gehen. Sie werden oft ohne klare Intention entworfen und sind zwar gut genug, um zu funktionieren, haben aber keine echte Eigenständigkeit. Oft wirken sie veraltet, haben keine Persönlichkeit und es ist unklar, an wen sie sich richten. Wenn deine Identität zu jedem beliebigen Unternehmen deiner Branche passen könnte, dann fehlt ihr die Tiefe.
Fragen, die du dir stellen solltest:
- Passen deine Brand Assets zu deiner gesamten Markenpersönlichkeit?
- Wecken sie die richtigen Emotionen?
- Sind sie unverwechselbar und sofort als deine Marke erkennbar?
- Passen deine Assets in deine Branche und heben sie sich gleichzeitig vom Wettbewerb ab?
- Werden sie auf allen Plattformen konsistent genutzt?
- Funktionieren sie sowohl digital als auch im Druck effektiv?
- Sind deine Markenschriften lesbar und für alle Anwendungen und Größen geeignet?
- Gibt es Lücken in deiner „Marken-Toolbox“, zum Beispiel zu wenige Farben oder ein Mangel an Bildmaterial?
- Ist deine Tagline klar, einprägsam und auf deine Markenbotschaft abgestimmt?
So prüfst du es:
- Überprüfe, wie deine Marken-Assets auf verschiedenen Plattformen genutzt werden, wie Website, Social Media, E-Mails, Verpackungen, Visitenkarten …
- Identifiziere fehlende oder schwache Elemente, die dein Markenerlebnis beeinträchtigen.
- Ergänze fehlende Assets und optimiere bestehende. Ziele auf genug Abwechslung ab, um flexibel und ansprechend zu bleiben, aber nicht so viel, dass die Konsistenz und Unverwechselbarkeit darunter leiden.
- Aktualisiere deine Brand Guidelines, um eine konsistente Nutzung an allen Touchpoints sicherzustellen.
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In diesem Kontext könnten auch meine Artikel über unverwechselbare Markren-Assets und Markenwiedererkennung für dich interessant sein.
Schritt 7: Prüf deine Berührungspunkte mit Blick auf die Customer Journey
Jeder Kontaktpunkt mit deiner Marke, ob online oder offline, ist eine Gelegenheit:
- Dich mit deiner Zielgruppe zu verbinden.
- Sie über deine Produkte, Dienstleistungen und dein Unternehmen zu informieren.
- Potenzielle Einwände vorab zu entkräften.
- Ein außergewöhnliches Erlebnis zu bieten.
Wenn du deine Customer Journey so reibungslos und ansprechend wie möglich gestaltest, kommen deine Kunden immer wieder.
Ein Marken-Audit ist eine hervorragende Möglichkeit, Unstimmigkeiten oder Reibungspunkte an deinen Berührungspunkten aufzudecken. Wenn du die gesamte Customer Journey vom ersten Kontakt bis nach dem Kauf abbildest, kannst du sicherstellen, dass du die Bedürfnisse deiner Kunden in jeder Phase erfüllst.
Ein Berührungspunkt, an den du vielleicht nicht sofort denkst, ist die Art, wie KI-Sprachmodelle dein Unternehmen beschreiben. Immer mehr Menschen fragen eine KI, bevor sie überhaupt auf einer Website landen, und was die KI sagt, wird zu ihrem ersten Eindruck von dir.
Diese Tools bauen ihre Antwort aus allem zusammen, was sie online über dich finden. Wenn deine Positionierung und deine Botschaften also nicht klar sind oder deine Bewertungen nicht das Bild stützen, das du vermitteln willst, tut es die Antwort auch nicht. Im schlimmsten Fall tauchst du gar nicht auf.
Fragen, die du dir stellen solltest:
Gehst du in jeder Phase der Customer Journey auf deine Kunden ein?
- Aufmerksamkeit: Wie erfahren Kunden zum ersten Mal von deiner Marke?
- Abwägung: Helfen deine Berührungspunkte Kunden, dein Angebot zu verstehen?
- Entscheidung: Räumst du Einwände aus, gibst du Sicherheit und führst du sie zum Kauf?
- Kauf: Machst du den Kaufprozess so einfach wie möglich?
- Nach dem Kauf: Förderst du Wiederholungskäufe durch Nachfassen und Support?
So prüfst du es:
- Finde alle Berührungspunkte, an denen Kunden mit deiner Marke interagieren: Website, E-Mail, Social Media, Besuche im Laden, Kundensupport.
- Markiere die Berührungspunkte, an denen das Erlebnis stark ist und sich Kunden wertgeschätzt fühlen. Diese Momente sorgen für Zufriedenheit, Wiederholungskäufe und Empfehlungen.
- Finde die Berührungspunkte, an denen Kunden auf Reibung, Verwirrung oder Frust stoßen. Notiere auch Lücken, an denen Berührungspunkte ganz fehlen.
- Frag ein KI-Tool, was es über dein Unternehmen weiß, als wärst du ein potenzieller Kunde, und vergleich die Antwort mit dem, was jemand über dich hören sollte.
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Für einen detaillierteren Einblick, wie du jede einzelne Interaktion deiner Kunden mit deinem Unternehmen identifizierst und optimierst, schau dir meinen Guide über Brand Touchpoints an.
Schritt 8: Entwickle einen Aktionsplan
Sobald du deine Analyse abgeschlossen hast, ist es an der Zeit, die gewonnenen Erkenntnisse in die Tat umzusetzen.
Beginne mit der Priorisierung. Du musst nicht alles auf einmal reparieren. Konzentriere dich auf ein oder zwei Änderungen, mit denen sich deine gewünschte Markenwirkung am schnellsten erreichen lässt.
Ein einfacher Weg zur Priorisierung ist es, deine Ergebnisse in drei Kategorien zu sortieren:
- Schnelle Erfolge: Kleine Änderungen, die du sofort umsetzen kannst
- Mittelfristige Verbesserungen: Dinge, die Planung oder Budget brauchen
- Langfristige Ziele: Größere Veränderungen, die Zeit brauchen
Lege dann fest, wie du den Erfolg messen möchtest. Abhängig von den Zielen, die du in Schritt 1 definiert hast, könnten dies beispielsweise Kundenfeedback, die Anzahl der Anfragen, das Social-Media-Engagement oder auch ein Bauchgefühl-Check nach drei Monaten sein, um zu prüfen, ob sich deine Marke wieder mehr nach dir anfühlt.
Die eigene Marke klar sehen—leichter gesagt als getan
Es gibt einen Grund, warum Marken-Audits schwierig sind allein durchzuführen. Du bist zu nah an deinem eigenen Unternehmen, um das ganze Bild zu sehen. Wie man im Englischen so schön sagt: Wer in der Flasche sitzt, kann das Etikett nicht lesen.
Genau für diesen Blick von außen gibt es meine Brand Clarity Session. In einem 90-minütigen Call schaue ich mit frischen Augen auf deine Marke. Innerhalb einer Woche bekommst du ein schriftliches Richtungsdokument mit deiner Positionierung, deinen Kernbotschaften und einem klaren Plan, was du behältst, was du streichst und was du als Nächstes aufbaust. Die Session ist schlanker als ein vollständiger Audit aller Berührungspunkte, deckt aber das Fundament ab, mit dem sich viele Kleinunternehmer schwertun. Sie kostet 1.300 NZD.
Das Wichtigste im Überblick
Ein Marken-Audit ist ein hervorragender Weg, um zu verstehen, was deine Marke bereits gut macht und wo es Raum für Wachstum gibt. Er hilft dir dabei, eng an den Bedürfnissen deiner Kunden zu bleiben, mit Branchentrends Schritt zu halten und wettbewerbsfähig sowie unverwechselbar zu bleiben.
Denk aber daran, dass deine Marke weit über deine Kommunikation hinausgeht. Wenn sie gut geführt wird, beeinflusst sie jeden Aspekt deines Unternehmens—vom Marketing über die Interaktion mit deinen Kunden bis hin zur Produktentwicklung und der Zusammenarbeit mit Lieferanten.
Hier ist eine Zusammenfassung der 8 Schritte aus diesem Artikel:
- Setze klare Ziele für deinen Marken-Audit
- Überprüfe dein Markenfundament: Mission, Vision und Werte
- Prüfe die Ausrichtung auf deine Zielgruppe
- Analysiere deine Wettbewerber
- Prüfe deine Markenbotschaften
- Bewerte deine Markenidentität
- Untersuche deine Brand Touchpoints
- Entwickle einen Aktionsplan
Häufige Fragen
Wann sollte ich einen Marken-Audit durchführen?
Einige Anzeichen dafür, dass es Zeit für einen Marken-Audit ist:
- Du ziehst die falschen Kunden an.
- Du musst immer wieder erklären, was du tust, sogar Menschen, die es sofort verstehen sollten.
- Du schickst Menschen lieber nicht auf deine Website.
- Deine Botschaften fühlen sich nicht stimmig an.
- Du hast dein Unternehmen neu ausgerichtet, aber deine Marke hat nicht Schritt gehalten.
- Du tust dich schwer, dich von der Konkurrenz abzuheben.
Wie lange dauert ein Marken-Audit?
Das hängt davon ab, wie tief du gehen möchtest. Ein erster fundierter Marken-Audit, der einen Workshop zum Markenfundament, die Bewertung all deiner Assets und die Erstellung eines Aktionsplans umfasst, dauert realistischerweise ein bis zwei Monate, sofern es nicht dein Hauptfokus ist. Wenn du den Prozess bereits durchlaufen hast und die Grundlagen stehen, kann ein kurzer Check-in schon in einer Stunde erledigt sein.
Was kostet ein Marken-Audit?
Das hängt vom Umfang ab. Ein vollständiges Audit mit einem Brand Designer oder Strategen beginnt bei etwa 1.500 EUR. Dazu gehören meist ein Workshop zum Fundament, eine Bewertung deiner bestehenden Marke und ein klarer Aktionsplan. In Eigenregie ist es kostenlos, kostet aber deutlich mehr Zeit, und es kann schwer sein, die eigene Marke von innen klar zu sehen.
Wenn du einen Blick von außen auf dein Fundament brauchst, kostet meine Brand Clarity Session 700 EUR. Du bekommst deine Positionierung, deine Kernbotschaften und einen Plan, was du behältst, streichst und als Nächstes aufbaust.
Kann ich einen Marken-Audit selbst machen, oder brauche ich einen Profi?
Grundsätzlich kannst du das selbst machen, solange du dir die Zeit nimmst, zu verstehen, worauf du achten musst. Eine weitere Möglichkeit ist, sich mit einem anderen Unternehmer zusammenzuschließen und gegenseitig die Marken zu bewerten, denn die Außenperspektive ist Gold wert.
Wenn du dich für die Zusammenarbeit mit einem Profi entscheidest, sieh es als Investition. Ein guter Marken-Audit, der konsequent umgesetzt wird, sollte sich von selbst auszahlen.
Falls du dir unsicher bist, ob du für dein Audit eine Branding-Agentur engagieren oder mit einem Freelance Brand Designer zusammenarbeiten solltest, wägt dieser Artikel die Vor- und Nachteile ab, um dir bei der Entscheidung zu helfen.
Titelbild von Antoni Shkraba