Erfolgreiche Marken machen im Grunde dasselbe. Die Marken, die überleben und wachsen, sind oft jene, die sich einen bestimmten, verteidigbaren Platz im Markt—und in den Köpfen der Menschen—erarbeitet haben.
Genau genau darum geht es bei der Markenpositionierung.
Was ist Markenpositionierung?
Markenpositionierung beschreibt, wie dein Unternehmen von deiner Zielgruppe im Vergleich zu anderen in deiner Branche wahrgenommen wird. Es ist der spezifische Platz, den du im Kopf deiner Kundinnen und Kunden einnimmst—also um alle Assoziationen, Gefühle und Erwartungen, die sie haben, wenn sie an deine Marke denken.
Volvo steht für Sicherheit. Patagonia ist für sein starkes Engagement für die Umwelt bekannt. Keine dieser Assoziationen ist zufällig entstanden. Beide sind das Ergebnis jahrelanger konsequenter und bewusster Entscheidungen—darüber, was kommuniziert wird, was verlangt wird, mit wem zusammengearbeitet wird und wozu Nein gesagt wird.
Dein Logo, deine Tagline und dein Mission Statement sind Ausdruck dieser Positionierung, nicht die Positionierung selbst.
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Verschiedene Beispiele, sortiert nach Positionierungstyp, findest du in meinem Artikel zu 20 Beispielen für Markenpositionierung und warum sie funktionieren.
Warum du keine formelle Positionierungsaussage brauchst
Wenn du schon einmal nach „Markenpositionierung entwickeln“ gesucht hast, wurdest du wahrscheinlich aufgefordert, eine Positionierungsaussage zu formulieren. Das Template sieht normalerweise so aus:
Für [Zielgruppe] ist [Marke] das [Kategorie], das [einzigartiger Mehrwert] durch [Art der Leistungserbringung] bietet, mit [Kernvorteil] im Gegensatz zu [Wettbewerbern], sodass [Zielgruppe] [gewünschtes Ergebnis] erreichen kann.
Für Volvo könnte das dann in etwa so klingen:
Für Familien und Berufstätige, die Sicherheit priorisieren, ist Volvo der Automobilhersteller, der Schutz über Leistung stellt, indem jedes Fahrzeug auf Kollisionsvermeidung und Sicherheit ausgelegt wird—im Gegensatz zu anderen Marken, die auf Geschwindigkeit oder Status setzen—damit alle Mitfahrer sich in jeder Situation sicher fühlen können.
Für Markenmanager in multinationalen Konzernen ist eine solche Aussage durchaus hilfreich. Sie sorgt dafür, dass tausende Mitarbeitende und globale Agenturen sich aufeinander abstimmen.. Ehrlich gesagt würde sie das ohne den Fachjargon aber noch besser tun.
Für kleine Unternehmen ist das Verfassen einer Positionierungsaussage jedoch das falsche Ziel. Wenn du versuchst, deine Vision in eine solche Vorlage zu pressen, kommt dabei fast immer etwas Steifes und Lebloses heraus. Und oft ist das Ergebnis austauschbar mit dem, was eine Konkurrentin mit demselben Template herausarbeiten würde.
Das Template ist ein Werkzeug, nicht das Ziel. Was zählt, ist die Idee dahinter.
Denn eine Markenpositionierung ist nie Satz in einem internen PDF. Es geht immer darum, dass du genau weißt, für wen du da bist, welche Lücke du im Markt füllst und warum jemand genau dich wählen sollte. Diese Klarheit sollte sich dann in jeder Entscheidung widerspiegeln, die du als Unternehmen triffst.
Statt dich auf das Formulieren einer Positionierungsaussage zu fokussieren, beantworte lieber diese drei konkreteren Fragen:
- Wer ist dein idealer Kunde—die spezifische Person, deren Problem du lösen kannst? Was glaubt sie, bevor sie dich findet? Was frustriert sie? Womit identifiziert sie sich?
- Was übersehen deine Mitbewerber am Markt oder an deiner Zielgruppe? Welche Annahme teilt deine gesamte Branche, aber niemand hinterfragt sie?
- Warum sollte deine Zielgruppe darauf vertrauen, dass du sie wirklich verstehst? Was bietest du ihr, was niemand anderes genauso kopieren oder für sich beanspruchen kann? Vielleicht ist es eine Methode, eine Perspektive oder eine spezifische Tiefe an Erfahrung. Oder vielleicht ist es eine Weltanschauung, die beeinflusst, wie du arbeitest.
Wenn du diese Fragen klar beantworten kannst, wird deine Positionierung zum Filter. Sie beeinflusst alles—von deiner Preisgestaltung über deine Social-Media-Posts, die Texte auf deiner Website bis hin zu welche Geschäftsentscheidungen du ablehnst.
Die erfolgreichsten kleinen Marken scheinen immer von Gründern zu kommen, die ihre Zielgruppe und ihren Markt wirklich verstehen und genau wissen, wo sie mit ihrem Produkt oder ihrer Marke darin stehen wollen.
Warum Markenpositionierung wichtig ist, und was die Daten zeigen
Ein eigenes Unternehmen aufzubauen, ist nicht einfach. Laut Daten des US Bureau of Labor Statistics gehen etwa 20% aller neuen Unternehmen innerhalb des ersten Jahres unter. Nach fünf Jahren ist fast die Hälfte weg. Und nach zehn Jahren sind es 65%.
Das allein überrascht dich wahrscheinlich nicht, aber schauen wir uns die Gründe genauer an.
Eine Untersuchung von CB Insights hat gezeigt, dass 42% der gescheiterten Unternehmen einfach keinen echten Marktbedarf für ihr Angebot hatten. Weitere 19% wurden von der Konkurrenz verdrängt.
Sie scheiterten also nicht, weil das Produkt schlecht war oder weil ihnen das Geld ausging. Sie hatten einfach nie klar definiert, warum jemand sie wählen sollte—oder ob es überhaupt eine Lücke im Markt zu füllen gab.
Das ist ein Fehler in der Positionierung.
Denn eine Marke mit klarer Positionierung weiß genau, für wen sie ist, welche Probleme sie löst und warum sie die bessere Wahl für eine bestimmte Zielgruppe mit einem konkreten Problem ist.
Diese Klarheit erleichtert das Marketing, beeinflusst aber auch jede andere Entscheidung—von der Preisgestaltung über Partnerschaften bis hin zu den Trends, denen du bewusst nicht folgst.
Und diese Konsistenz zahlt sich mit der Zeit aus. Eine aktuelle Studie von Salsify ergab, dass 68% der Verbraucher bereit sind, für Produkte von Marken, denen sie vertrauen, mehr zu bezahlen. Dieses Vertrauen entsteht durch Konsistenz—und Konsistenz beginnt damit, zu wissen, wofür man überhaupt steht.
Ein Markenpositionierungs-Beispiel von Marriott International
Am besten kann man zeigen, was Positionierung bewirkt, wenn man dasselbe Produkt in völlig unterschiedlichen Versionen betrachtet. Nehmen wir zum Beispiel Marriott Hotels.
Marriott International betreibt über 30 Submarken, die bewusst so positioniert sind, dass sie verschiedene Marktsegmente ansprechen, ohne sich gegenseitig zu kannibalisieren.
Schauen wir uns drei davon an—Moxy, Aloft und W Hotels—um zu verstehen, wie Positionierung nicht nur das Marketing, sondern auch die Einrichtung, den Betrieb und die gesamte Unternehmenskultur prägt.
Moxy Hotels—die Boutique-Budget-Option
Zielgruppe: Jemand, der ein Hotelzimmer als Basis betrachtet. Man ist dort, um die Umgebung zu erkunden, Menschen zu treffen und das Meiste aus seinem Aufenthalt rauszuholen.
Positionierung: Moxy ist budgetfreundlich, fühlt sich aber an wie ein Boutique-Hotel. Es wirkt eher sozial und auf Augenhöhe, statt rein transaktional.
So zeigt sich das:
- Du checkst an der Lobby-Bar ein und bekommst deinen Zimmerschlüssel und einen gratis Cocktail
- Die Zimmer sind klein, der Raum weitet sich in Gemeinschaftsbereiche mit Arcade-Games, Fotoboxen und DJ-Sets aus
- Das Personal trägt Streetwear statt Uniform und ist für alle Bereiche ausgebildet
Aloft Hotels—die Option für die design- und technikbegeisterte Mittelklasse
Zielgruppe: Unabhängige, designbewusste Reisende, die mehr Kultur wollen als ein Standard-Mittelklassehotel
Positionierung: Aloft positioniert sich als musikinspiriertes Mittelklassehotel mit einer unverwechselbaren Ästhetik—sozial und mit Charakter, aber ohne den lauten Auftritt eines Trendhotels.
So zeigt sich das:
- Mobile Check-in und Zimmerschlüssel per Smartwatch
- Die W XYZ Bar zeigt Live-Sets aufstrebender lokaler Künstler statt DJ-Nights
- Die Lobby verbindet Arbeitsraum und Lounge
- Ein schneller, automatisierter Kiosk (Re:fuel), der rund um die Uhr geöffnet hat, ersetzt das klassische Restaurant
W Hotels—die Luxusoption
Zielgruppe: Jemand, der Luxus will, der erlebnisorientiert und kulturell relevant ist, nicht steif.
Positionierung: W Hotels positioniert sich neu mit „Luxury, Liberated“. Damit gehen sie weg von auffälligem Reichtum und dem klassischen Sehen-und-gesehen-werden, hin zu einem erlebnisorientierten Luxus, der das Gesamterlebnis in den Vordergrund stellt.
So zeigt sich das:
- Mutige Designs, dramatische Beleuchtung und eine eigens komponierte Klangkulissen—jedes Detail ist bewusst inszeniert
- Die Lobby ist kein Durchgang, sondern ein Ort, an dem man bewusst verweilt
- Der Rooftop-Pool funktioniert eher wie ein exklusiver Day-Spa
- Jeder Gästewunsch wird erfüllt
Keine dieser Marken ist besser als die anderen. Jede hat bewusste Kompromisse gemacht: Moxy opfert Zimmergröße für Gemeinschaft, Aloft den typischen Komfort für kulturellen Anspruch, W die Zugänglichkeit für sein „Luxury, Liberated“. Und genau das stärkt die jeweilige Marke.
Für kleine Unternehmen funktioniert es genauso. Ob es nun ein Café ist, das nur Flat Whites anbietet, damit Pendler schnell weiterkommen, oder eine Fotografin, die ausschließlich Business-Porträts macht, damit jeder, der eines braucht, sofort weiß, wen er anrufen muss.
Die vier Komponenten einer Markenpositionierungsstrategie
Egal wie du deine Positionierung angehst, vier Dinge müssen in der Regel zusammenwirken, damit sie erfolgreich ist.
Deine Zielgruppe genau verstehen
Deine idealen Kunden zu kennen geht weit über Demografie hinaus. Je besser du diese Fragen beantworten kannst, desto spezifischer und verteidigbarer wird deine Positionierung:
- Was schätzen sie wirklich?
- Was hält sie nachts wach?
- Was glauben sie, bevor sie deine Marke finden? Und was muss passieren, damit sie sich für dich entscheiden?
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Dieser Artikel erklärt, warum es so wichtig ist, deine Zielgruppe genau zu kennen.
Die Wettbewerbslandschaft verstehen
Wo sind die Lücken? Wo sagt in deiner Kategorie jeder dasselbe, und welche Annahme hinterfragt niemand? Dollar Shave Club hat zum Bespiel die Rasierklingenindustrie hinterfragt und festgestellt, dass alle Marken auf Premium-Innovationen setzen, die die meisten Käufer gar nicht wollten oder brauchten.
- Wo sagen deine Mitbewerberinnen alle dasselbe?
- Worüber konkurrieren sie, das deiner idealen Kundin eigentlich egal ist?
- Welche Annahme in deiner Kategorie stellt niemand in Frage?
Eine Position finden, die du halten kannst
Was bietest du, das niemand anderes auf genau diese Art anbietet? Vielleicht ist es eine bestimmte Methode, eine Perspektive oder ein tiefes Verständnis für eine ganz spezifische Zielgruppe. Wichtig ist nur, dass es wirklich zu dir passt und auch über lange Zeit standhalten kann.
- Was tust du, das niemand anderes so macht?
- Welche Perspektive oder welche Werte prägen deine Arbeitsweise?
- Kannst du diese Position langfristig konsequent vertreten?
Konsistent kommunizieren
Positionierung funktioniert nur, wenn sie überall sichtbar ist. Konsistenz ist das, was deine Positionierung nach und nach zu deinem Ruf macht. Sie sollte alles prägen—von deiner Markenstimme und -botschaften, über deine Preisgestaltung bis hin zum Kundenerlebnis und deiner Markenkultur.
- Spiegelt deine visuelle Identität deine Positionierung wider?
- Beeinflusst deine Preisgestaltung deine Markenwahrnehmung?
- Fühlt sich jeder Markenberührungspunkt so an, als käme er von derselben Marke?
Und deshalb muss die Positionierung feststehen, bevor die kreative Markenarbeit überhaupt beginnt. Darum starte ich jedes Projekt mit einer Markenstrategie.
Die häufigsten Fehler bei der Markenpositionierung
Die Marke für alle positionieren
Der Wunsch, alle mit deiner Marke anzusprechen, ist verständlich—besonders am Anfang. Aber eine Positionierung, die sich an alle richtet, spricht am Ende niemanden wirklich an. Je spezifischer deine Position, desto stärker zieht sie genau die Menschen an, für die sie gemacht ist.
Es gibt aber auch Ausnahmen. Wenn breite Zugänglichkeit deine bewusste Positionierung ist—zum Beispiel als Budgetmarke für den Massenmarkt, dann ist eine breite Ansprache deine Strategie. Du kämpfst bewusst auf Preisniveau.
Positionierung auf Merkmale statt auf Bedeutung auslegen
Eigenschaften können kopiert werden. Bedeutung—wie die spezifische Weltanschauung oder die Werte, auf denen deine Marke aufbaut—lässt sich viel schwerer kopieren.
Die Marken mit der dauerhaftesten Positionierung stehen oft nicht dafür, was sie tun, sondern dafür, wofür sie eintreten.
Tony’s Chocolonely beispielsweise wollte ursprünglich gar keine Schokolade verkaufen. Der Gründer, ein Journalist, konnte die Kakaoindustrie nicht wegen Sklavenarbeit anklagen lassen. also stellte er seine eigene Schokolade her, um zu beweisen, dass es auch anders geht.
Eine Position einnehmen, die du nicht halten kannst
Positionierung schafft eine Erwartung, die du auch erfüllen können solltest.
Volkswagen hat sich jahrelang als saubere, effiziente Automarke positioniert und wurde dann dabei erwischt, Abgastests absichtlich zu manipulieren. Die Diskrepanz zwischen dem eigenen Anspruch und der Realität hat das Vertrauen quasi über Nacht zerstört.
Ehrliche Positionierung, die das widerspiegelt, was du wirklich lieferst, schlägt immer eine Positionierung, die du dir nur wünschst aber nicht halten kannst.
Die Positionierung zu früh aufgeben
Unternehmerinnen und Unternehmer werden von ihrer eigenen Marke oft gelangweilt—oft noch bevor potenzielle Kunden sie wirklich verstanden hat.
Aber wer alle ein bis zwei Jahre die Richtung ändert, fängt jedes Mal von vorne an.
Nike sagt schon seit 1988 dasselbe: Großartige Leistungen können alle erreichen, nicht nur Spitzensportler.
Aber sie finden immer wieder frische Wege, das zu sagen—wie den Jungen, der mit Übergewicht eine Landstraße entlangläuft in der Olympia-Kampagne, oder die Frau mit Hijab, die neben Profisportlerinnen trainiert, oder Athleten, die längst abgeschrieben waren. Die Botschaft war immer dieselbe
Das ist wie Konsistenz aussehen sollte—die gleiche Aussage immer wieder auf neue Arten formulieren.
Wie sich Markenpositionierung verändert
Die Kernidee der Markenpositionierung hat sich seit Al Ries und Jack Trout, die das Konzept 1969 einführten, nicht grundlegend verändert. Aber die Welt drum herum schon, besonders in den letzten Jahren.
Du positionierst jetzt für Maschinen und Menschen
Bis vor Kurzem war die Markenpositionierung eine reine Menschensache. Du hast dir einen bestimmten Platz im Kopf des Verbrauchers gesichert, damit dein Markenname in den Sinn kommt, wenn diese Person eine Lösung sucht.
Heute aber wird die Suche nach Marken zunehmend von KI-Tools wie Claude oder Gemini übernommen, die eine Antwort synthetisieren. Die Marken, die dabei zitiert werden, sind jene, die klar identifizierbar, verifizierbar und im Markt eindeutig einordenbar sind.
KI liest deine Marke anders als Menschen
KI-Modelle strukturieren das Web, indem sie Entitäten erkennen—klar definierte Personen, Organisationen oder Dienstleistungen—und die Beziehungen zwischen ihnen.
Wenn deine Positionierung vage oder inkonsistent ist, wenn zum Beispiel deine Website etwas anderes sagt als dein LinkedIn, kann KI kein klares Bild von deiner Marke aufbauen und wird sie nicht erwähnen.
Wenn deine Positionierung klar und konsistent ist—auf deiner Website als auch in jeglichem Content—wirst du leichter greifbar: für KI-Tools, aber auch für Menschen, die immer weniger Aufmerksamkeit haben und immer weniger denken wollen.
Kleine Unternehmen haben einen Vorteil
KI-generierter Content hat schon jede Kategorie geflutet. Große Unternehmen produzieren riesige Mengen an poliertem, austauschbarem KI-Content.
Aber ganze 86% der Verbraucher sagen, dass Authentizität wichtig ist, wenn sie entscheiden, welche Marken sie mögen und unterstützen. Eine Gründerin mit echter Perspektive und echter Überzeugung hat etwas, das große Organisationen mit Komitees und langen.
Wer damit führt, sticht bei beiden heraus. Für Menschen bist du erfrischend anders. Für KI-Tools bist du genau die Art von Originalquelle, die sie gerne zitieren.
Wann du deine Positionierung überdenken solltest
Positionierung ist nicht permanent. Märkte ändern und Zielgruppen ändern sich. Und eine Position, die vor drei Jahren funktioniert hat, spiegelt möglicherweise nicht mehr wider, wo dein Unternehmen heute steht.
Ein paar Signale, dass es Zeit sein könnte, deine Positionierung zu überdenken:
- Du ziehst Kunden and, die sich falsch anfühlen
- Du musst deinen Wert bei jedem Pitch neu erklären
- Du hast deine Preise erhöht, aber deine Marke signalisiert das noch nicht
- Du hast deinen Fokus verschoben, aber deine Positionierung ist nicht mitgezogen
Ein Marken-Audit ist ein strukturierter Prozess, der zeigt, wo die gewünschte und die tatsächliche Wahrnehmung deiner Marke auseinandergehen—zum Beispiel in Strategie, Botschaften und visueller Identität.
Was jetzt?
Du brauchst keine Positionierungsaussage, um anzufangen. Werde dir einfach klar darüber, wen du ansprechen willst, welche Lücke du im Markt füllst und warum genau deine Marke wählen sollte.
Wenn du sehen möchtest, wie eine starke Positionierungsstrategien in der Praxis aussieht—ob persönlichkeitsgeprägte Positionierung oder eine Schwäche, die zur Stärke wird—schau dir meine 20 Beispiele für Markenpositionierung an.
Wenn du an deiner eigenen Positionierung arbeitest und eine strategische Perspektive von außen möchtest—das ist genau, was ich mache.
Häufige Fragen zur Markenpositionierung
Kann ich mehr als eine Markenposition haben?
Zwei Positionen gleichzeitig zu halten untergräbt deine Glaubwürdigkeit und verwirrt sowohl deine Zielgruppe als auch KI-Tools, die zunehmend beeinflussen, wie neue Kundinnen dich finden. Wähle eine verteidigbare Position und stehe dazu.
Allerdings können sich Positionierungsstrategien überschneiden. Dein Unternehmen kann gleichzeitig werteorientiert und nischenorientiert sein, zum Beispiel ein Fotograf, der ausschließlich für nachhaltige Modemarken fotografiert.
Wie oft sollte ich meine Markenpositionierung aktualisieren?
Höre alle paar Monate in dich hinein. Fühlt sich die Positionierung noch richtig an? Führe alle paar Jahre, oder nach einer bedeutenden Marktveränderung—wie einem wichtigen neuen Mitbewerber, einer Veränderung deines Angebots oder dem Gefühl, die falschen Kundinnen anzuziehen—einen Marken-Audit durch.
Beeinflusst Markenpositionierung SEO und GEO?
Ja, mehr als die meisten denken. Suchmaschinen und KI-Tools ranken nicht nur Inhalte, sondern Entitäten. Je konsistenter und spezifischer deine Marke auf deiner Website, sämtlichen Profilen und in den Erwähnungen anderer für etwas steht, desto klarer tauchst du als die offensichtliche Antwort auf eine bestimmte Frage auf.
Was ist der Unterschied zwischen Markenpositionierung und Branding?
Markenpositionierung ist die strategische Entscheidung, wo deine Marke im Markt und im Kopf deiner Zielgruppe steht. Branding—wie dein Logo, deine Farbpalette, deine Typografie und deine Stimme—ist der Ausdruck dieser Positionierung. Positionierung kommt zuerst, Branding danach.
In diesem Zusammenhang könnte dir auch mein Artikel über Branding für kleine Unternehmen gefallen.
Was ist der Unterschied zwischen Markenpositionierung und Marketing?
Markenpositionierung ist das strategische Fundament. Sie definiert, wo du im Markt stehst und warum jemand dich wählen sollte. Marketing ist, wie du Menschen erreichst und diese Position kommunizierst. Positionierung kommt zuerst und Marketing verstärkt sie. Ohne klare Positionierung wirkt Marketing oft verstreut, weil keine konsistente Geschichte darunterliegt. Und ohne Markting weiß niemand von deiner Positionirung.
Titelbild von Microsoft Copilot über Unsplash