Was macht eine starke Marke aus?

Das Bild zeigt eine Uhr mit verstreuten Zahlen als Metapher für die Bewertung dessen, was eine starke Marke ausmacht

Von Nine Blaess | 5:11 min

In diesem Beitrag
    Add a header to begin generating the table of contents
    LinkedIn
    Twitter
    Facebook
    Email

    In unserer heutigen, hart umkämpften Geschäftswelt ist eine starke Marke entscheidend für den Erfolg deines Unternehmens. 

    Dabei reicht eine Marke reicht weit über oberflächliche Aspekte wie Logo und Tagline hinaus. Eine starke Marke verkörpert die Identität deines Unternehmens, knüpft Verbindungen und schafft Vertrauen sowie Loyalität.

    Lass uns einmal schauen, was genau eine starke Marke ausmacht.

    Was ist eine starke Marke?

    Eine starke Marke wird hoch angesehen und als wertvoll wahrgenommen. Sie hat einen exzellenten Ruf, eine loyale Kundenbasis und bietet qualitativ hochwertige Produkte oder Leistungen.

    Starke Marken zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie keine Angst haben, sich von der Masse abzuheben und ihre Einzigartigkeit klar zu kommunizieren.

    Dadurch haben sie einen höheren Markenwert (Brand Equity), also einen größeren finanziellen Gesamtwert auf dem Markt.

    Kurz gesagt, eine starke Marke hat einen hohen Markenwert.

    Eine Marke für ein Unternehmen ist wie ein Ruf für eine Person. Man erwirbt sich seinen Ruf, indem man versucht, schwierige Dinge gut zu machen.

    Was macht eine starke Marke aus: 12 Merkmale

    1. Fokus auf die Zielgruppe

    Starke Marken haben ein genaues Verständnis für ihre Zielgruppe. Dieses Wissen hilft ihnen dabei, Strategien zu entwickeln, die den Bedürfnissen und Wünschen ihrer Kunden entsprechen.

    Durch die Untersuchung der Vorlieben, der Demografie und des Verhaltens ihrer Zielgruppe können diese Marken Angebote und Kampagnen entwickeln, die eine persönliche Ebene ansprechen.

    Ein gutes Beispiel hierfür ist Oatly. Die Marke betont ihre ökologischen Vorteile und spricht damit gezielt umweltbewusste Verbraucher an. Mit ihrer einzigartigen, leicht rebellischen Markenpersönlichkeit kommt Oatly bei Menschen an, die eine starke Meinung haben.

    2. Klare Positionierung

    Erfolgreiche Marken unterscheiden sich von ihren Konkurrenten, indem sie eine klare Positionierung auf dem Markt einnehmen.

    Ein Beispiel hierfür ist Volvo. Das Unternehmen hat sich als Marke etabliert, die für Sicherheit und Zuverlässigkeit steht. Durch kontinuierliches Engagement in diesem Bereich ist Volvo zur ersten Wahl für Menschen geworden, die ein sicheres Auto suchen.

    Im Gegensatz dazu steht Audi für Leistung und innovatives Design. Durch die nahtlose Verbindung von Technologie und eleganter Ästhetik spricht Audi eine ganz andere Zielgruppe an als Volvo.

    3. Gut definierte Mission und Werte

    Starke Marken gehen über den reinen Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen hinaus. Sie haben eine klar formulierte Mission und eine Reihe von zentralen Werten, die ihnen als Orientierung dienen.

    Ein gut formuliertes Mission Statement gibt Marken eine klare Ausrichtung und Ziele. Werte, hingegen, stärken das Vertrauen und fördern die Übereinstimmung zwischen der Marke und ihren Kunden.

    Diese Kombination ermöglicht es einer Marke, tiefere Verbindungen zu ihren Kunden, Mitarbeitern und Stakeholdern aufzubauen und eine Markenkultur zu schaffen, die auf gemeinsamen Überzeugungen beruht.

    Nehmen wir Patagonia als Beispiel.

    Mit seiner Mission, „das beste Produkt zu erstellen, keinen unnötigen Schaden zu verursachen und Business zu nutzen, um Lösungen für die Umweltkrise zu inspirieren und umzusetzen“, ist Patagonia zu einem Symbol für diejenigen geworden, denen unser Planet am Herzen liegt.

    4. Geeigneter Markenname

    Ein angemessener Markenname ist ein weiteres entscheidendes Element starker Marken.

    Ein sorgfältig ausgewählter Name passt zur Gesamtidentität der Marke und spricht die Zielgruppe an. Er kommt in wichtigen Momenten der Customer Journey ins Gedächtnis. Das bedeutet, dass er leicht zu buchstabieren, auszusprechen und zu merken ist.

    Ein starker Markenname ist auch flexibel genug, um zukünftiges Wachstum zu ermöglichen, wie zum Beispiel Allbirds oder Puma.

    5. Unverwechselbare visuelle Identität

    Starke Marken haben eines gemeinsam: eine markante visuelle Identität. Dazu gehören ein gut gestaltetes Logo, Markenfarben, Typografie und andere Elemente, die die Marke sofort erkennbar machen.

    Das charakteristische Grün von Grammarly ist ein Beispiel dafür. Es schafft eine unverwechselbare und wiedererkennbare Identität, die Vertrauen und Technologie gleichermaßen vermittelt.

    5. Unverwechselbare verbale Identität

    Starke Marken gehen über das Visuelle hinaus und entwickeln eine eigene Markenstimme in ihrer Kommunikation. Diese verbale Identität hilft ihnen, eine Verbindung zu ihrem Publikum aufzubauen und unvergessliche Erlebnisse zu schaffen.

    Die verbale und visuelle Identität einer Marke arbeiten gemeinsam, um die einzigartige Persönlichkeit der Marke zu vermitteln. Ob verspielt und unbeschwert oder professionell und autoritär—die verbale Identität legt einen einheitlichen Ton für sämtliche Kommunikation der Marke fest.

    Ein Beispiel dafür ist Innocent Drinks, das einen freundlichen, unterhaltsamen und humorvollen Ton anschlägt, der besonders junge, gesundheitsbewusste Menschen anspricht.

    6. Starkes Brand Storytelling

    Brand Storytelling hat die Kraft, das Publikum auf einer emotionalen Ebene anzusprechen und eine Verbindung herzustellen. Dadurch wird die Loyalität gefördert und unvergessliche Markenerlebnisse geschaffen.

    Ein Beispiel dafür ist erneut Patagonia. Das Unternehmen erzählt Geschichten über sein Engagement für die Umwelt und schafft dadurch Authentizität und Vertrauen.

    Indem Patagonia seine Kunden einlädt, Teil von etwas Bedeutungsvollem zu sein, weckt das Unternehmen ein Gefühl von Zweckmäßigkeit und stärkt die Loyalität der Kunden.

    7. Besondere Markenerlebnisse

    Starke Marken setzen alles daran, an jedem Kontaktpunkt positive und unvergessliche Erlebnisse zu schaffen. Sie wissen, dass jede Interaktion eine Chance ist, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und die Kundenbindung zu stärken.

    Markenerlebnisse können über verschiedene Kanäle wie Produkte, Dienstleistungen oder Kundensupport vermittelt werden.

    Es geht nicht nur darum, Erwartungen zu erfüllen, sondern sie zu übertreffen und Momente der Freude und Überraschung zu schaffen.

    Nehmen wir zum Beispiel Zappos. Als eine Kundin Schuhe für ihren Mann bestellte und dieser später verstarb, reagierte Zappos nicht nur kulant auf die Rücksendung, sondern überraschte die Kundin auch mit einem einfühlsamen Akt der Anteilnahme. Sie schickten ihr Blumen.

    Indem sie mehr tun, als erwartet, fördern starke Marken die Loyalität und sorgen für positive Mundpropaganda.

    8. Konsistente Markenkommunikation

    Konsistenz in der Markenkommunikation ist der Schlüssel zum Aufbau von Vertrauen und zur Schaffung einer starken Markenidentität.

    Erfolgreiche Marken wie Nike verstehen das. Sie achten sehr darauf, einen einheitlichen Ton, Look und Feel über alle Berührungspunkte hinweg beizubehalten.

    Ob es sich um den ikonischen Slogan „Just do it“ oder das unverwechselbare Swoosh-Logo handelt, Nike verankert diese Marken-Assets ständig im Bewusstsein der Verbraucher. Das Ergebnis ist, dass wir die Marke leicht erkennen und identifizieren können.

    9. Faire Preisgestaltung

    Starke Marken schaffen Vertrauen und Glaubwürdigkeit, indem sie ihre Produkte zu fairen Preisen anbieten. Sie legen Wert auf langfristige Kundenbeziehungen statt kurzfristiger Gewinne. Sie legen Wert auf Transparenz und ethische Standards.

    Ein gutes Beispiel hierfür ist die Marke Everlane. Sie zeichnet sich durch ihre Preistransparenz aus. Everlane informiert seine Kunden offen über die Kosten, die mit der Herstellung der Produkte verbunden sind. Durch diese Aufklärung ermöglicht Everlane es ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen und Vertrauen in die Marke aufzubauen.

    10. Kollaborationen und Markenpartnerschaften

    Starke Marken erkennen den Wert von strategischen Partnerschaften. Durch die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Marken erweitern sie ihre Reichweite und schaffen Vorteile für beide Seiten.

    Ein Beispiel hierfür ist Garage Project, eine lokale Brauerei aus Wellington. Sie arbeiten mit Künstlern und anderen Unternehmen wie Belen (vegane Bäckerei) und Whittaker’s (Schokolade) zusammen. Durch diese Partnerschaften entstehen hübsche Bieretiketten, Süßwaren mit Biergeschmack und vieles mehr.

    Durch diese Kollaborationen lockt Garage Project ein breiteres Publikum an und verbessert sein Markenimage.

    11. Kundenerwartungen erfüllen

    Erfolgreiche Marken wissen, dass es wichtig ist, hochwertige Produkte oder Leistungen zu liefern—und nicht zu versprechen. Denn wenn Marken ihre Versprechen nicht einhalten, können Vertrauen und Glaubwürdigkeit schnell schwinden.

    Ein Beispiel dafür ist Volkswagen. Mithilfe einer Software hat das Unternehmen bei Abgastests betrogen. Dies führte zu erheblichen Konsequenzen wie hohen Geldstrafen und einem beschädigten Markenimage.

    Ehrlichkeit ist also das A und O, wenn es um langfristigen Markenaufbau geht.

    12. Innovation und Zukunftsorientierung

    Schließlich zeichnen sich starke Marken dadurch aus, dass sie innovativ sind und die Bedürfnisse ihrer Kunden im Blick behalten. Zwei gute Beispiele dafür sind Tesla und Netflix.

    Tesla hat sich mit einem mutigen Innovationsansatz als führender Akteur in der Elektrofahrzeugbranche etabliert.

    Netflix ist ein weiteres Beispiel. Ursprünglich als DVD-Verleihdienst gestartet, hat sich das Unternehmen zu einer Streaming-Plattform entwickelt, um am Markt erfolgreich zu bleiben.

    Erfolgreiche Marken bleiben in einem dynamischen und sich ständig weiterentwickelnden Markt relevant. Sie beobachten Markttrends, Kundenpräferenzen und technologische Fortschritte, um ihre Strategien und Angebote proaktiv anzupassen.

    Wichtigste Erkenntnisse

    • Verstehe dein Zielpublikum und gehe auf ihre Bedürfnisse ein.
    • Hebe deine Marke durch eine klare Positionierung ab.
    • Definiere eine überzeugende Mission und Markenwerte.
    • Wähle einen geeigneten Markennamen.
    • Schaffe eine einheitliche visuelle und verbale Identität.
    • Nutze Brand Storytelling, um emotionale Bindungen herzustellen.
    • Schaffe außergewöhnliche Markenerlebnisse an jedem Berührungspunkt.
    • Bleibe in deiner Kommunikation konsistent, um die Wiedererkennung zu stärken und Vertrauen aufzubauen.
    • Biete faire Preise und Transparenz.
    • Bilde strategische Partnerschaften.
    • Baue persönliche Beziehungen auf und fördere das Engagement.
    • Erfülle die Erwartungen deiner Kunden.
    • Sei offen für Innovationen und passe dich an, um auf dem Markt relevant zu bleiben.

    Indem du dich auf diese zentralen Bereiche fokussierst, hast du die Möglichkeit, eine starke Marke aufzubauen, die eine Verbindung zu deinem Zielpublikum herstellt, Loyalität fördert und langfristigen Erfolg mit sich bringt.

    Referenzen

    Titelbild von Kaboompics

    Picture of Nine Blaess

    Nine Blaess

    Hallo, ich bin Nine. Ich verbinde Strategie und Design, um maßgeschneiderte Markenidentitäten und Websites zu gestalten, die die Einzigartigkeit jedes Unternehmens unterstreichen.

    Hol dir mein Brand Storytelling Workbook plus regelmäßige Branding-Updates für 0 EUR.

    Brand Storytelling Workbook Mockup

    Join my newsletter!

    Receive regular branding updates and claim your free Brand Storytelling workbook.

    Brand Storytelling Workbook Mockup

    Melde dich für meinen Newsletter an!

    Erhalte regelmäßige Branding-Updates und mein Brand Storytelling Workbook als Dankeschön dazu.